Risikolebensversicherung:
Die Risikolebensversicherung ist eine reine Todesfallversicherung, es wird also kein Kapital angespart. Die vereinbarte Todesfallleistung wird nur erbracht, wenn der Versicherungsnehmer beziehungsweise die versicherte Person innerhalb der Vertragslaufzeit verstirbt. Begeht die versicherte Person allerdings innerhalb der ersten drei Jahre nach Abschluss des Vertrages Suizid, wird die Versicherungssumme nicht ausbezahlt. Risikolebensversicherungen sollten aus Kostengründen nicht in einem Kombiprodukt integriert, sondern idealerweise seperat abgeschlossen werden.
| | | Diese Art der Absicherung ist vor allem für Familien extrem wichtig, um im Falle des Ausfalls des Allein- oder Hauptverdieners Vorsorge für die übrigen Familienmitglieder zu treffen. Bei der Berechnung der Versicherungssumme sollten folgende Dinge berücksichtigt werden: - Hypotheken,
- Autokredite,
- sonstige Kredite,
- Beerdigungskosten, die allein oft schon 10.000 € ausmachen,
- das 3 bis 5 fache Bruttojahreseinkommen,
- und je nach Laufzeit auch die Inflation.
Bei den meisten Versicherungsgesellschaften ist bis zu einer Versicherungssumme von 250.000 Euro keine ärztliche Gesundheitsprüfung notwendig. Es sind lediglich die Gesundheitsfragen im Antrag zu beantworten. Dabei zahlen Raucher, Übergewichtige, Motorradfahrer und Fallschirmspringer erheblich höhere Beiträge. Frauen zahlen durchschnittlich 35 Prozent weniger als Männer. Ausserdem ist das Alter der versicherten Person ausschlaggebend für die Höhe des Versicherungsbeitrags. Um so jünger die versicherte Person, desto günstiger auch der Beitrag. |
Im Grunde genommen zahlt ein 30 jähriger Mann genauso viel wie ein 40 jähriger Mann, wenn beide sich bis zu ihrem 65. Lebensjahr versichern. Der 30 jährige Mann zahlt die Beiträge aber in einem Zeitraum von 35 Jahren, während der 40 jährige Mann die selbe Summe in 25 Jahren aufbringen muss.
Bei der Wahl des Versicherungstarifs gibt es mehrere Varianten: Klassisch, verbunden und fallend. Die mit Abstand am häufigsten abgeschlossene Variante ist der klassische Tarif, bei dem die Versicherungssumme konstant bleibt. Eine verbundene Risikolebensversicherung eignet sich für Ehepartner oder Geschäftspartner, um sich gegenseitig abzusichern. Dabei sollte man immer prüfen, ob ein verbundener (Doppelvertrag) oder Einzelverträge günstiger sind. Die fallende Variante wird bei Hypotheken genutzt, da die Verbindlichkeiten von Jahr zu Jahr geringer werden.
Die Kosten für eine Risikolebensversicherung sind relativ gering, sodass niemand auf diese Form von Absicherung verzichten sollte. Beispiel: Eine 30 jährige Frau, nichtraucherin, normalgewicht, gesund und ohne gefährliche Hobby´s oder gefährliche Arbeit kann sich bei einer Versicherungssumme von 100.000 Euro und einer Laufzeit von 35 Jahren schon für einen Beitrag ab 90 Euro im Jahr versichern. Ein Mann mit den selben Merkmalen kann seine Familie ab 135 Euro im Jahr absichern.
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