Rezession:
Die Rezession wird wegen den vielen negativen Aspekten von den meisten Menschen gefürchtet oder sogar als Katastrophe bezeichnet. Zu Unrecht! Aus einer Rezession kann man sehr großen Nutzen ziehen! Doch schauen wir uns ersteinmal die vermeintlich "katastrophalen" Bedingungen einer Rezession an.
Eine Wirtschaftssituation, in der das Wirtschaftswachstum einer Volkswirtschaft mindestens zwei Quartale hintereinander im Vergleich zum Vorquartal negativ ausfällt, nennt man Rezession (Abschwung).
Die Rezession zeichnet sich aus durch: - die Abschwächung des Wirtschaftsbooms,
- die negative Beurteilung der Wirtschaftslage,
- die negative Beurteilung der Konjunkturerwartungen,
- einen starken Rückgang der Nachfrage,
- total überfüllte Lager,
- den Abbau von Überstunden,
- beginnende Kurzarbeit,
- die Verschiebung von geplanten Investitionen auf unbestimmte Zeit,
- die komplette Streichung von geplanten Investitionen,
- die teilweise Stillegung der Produktionsanlagen,
- stagnierende oder sinkende Preise,
- stagnierende oder sinkende Löhne,
- sinkende Leitzinsen,
- sinkende Guthabenzinsen,
- stark fallende Börsenkurse (Börsencrash).
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Und nun überlegen wir, wie wir diese miserablen Bedingungen zu unserem Vorteil nutzen können. Dabei ist es wichtig zu wissen, das eine Rezession unvermeidbar ist und dieses Phänomen alle paar Jahre erneut auftritt. Der Markt bereinigt sich in dieser Konjunkturphase, die noch niemals in der Geschichte der Menschheit ewig andauerte, selbst. Unternehmen, die wenig Eigenkapital besitzen und hoch verschuldet sind (und dazu meistens kein zukunftsfähiges Geschäftsmodell besitzen) gehen in die Insolvenz. Die Spreu trennt sich vom Weizen. Durch die Fehler, die im vorangegangenen Wirtschaftsboom gemacht wurden, werden Reformen angeregt und umgesetzt, es folgen neue Innovationen und das ganze Spiel beginnt von neuem.
Durch die Aspekte, das die Lage und die Erwartungen negativ sind, die Nachfrage einbricht, die Lager überfüllt sind, die Investitionen fast aller Marktteilnehmer entweder verschoben und ganz gestrichen werden führt dazu, das die Preise auf breiter Front fallen. Dies ist ein idealer Zeitpunkt, um Güter und Vermögenswerte teilweise deutlich unter Wert zu kaufen. In der letzten Rezession sind unter anderem die Chinesen und die Öl-Staaten energisch auf Einkaufstour gegangen - und sind es noch!
Da eine Rezession immer mit stark einbrechenden Börsenkursen einhergeht, bietet es sich an, mit fallenden Kursen Geld zu verdienen, indem man Leerverkäufe tätigt, CFD´s oder Put - Optionsscheine nutzt, short - Zertifikate oder short - ETF´s kauft.
Auch mit den sinkenden Leitzinsen lässt sich Geld verdienen, indem man sich beispielsweise am Beginn des Abschwungs, wenn die Leitzinsen noch hoch stehen, mit Staatsanleihen eindeckt. Wie das im Detail funktioniert und wieviel Ihnen das in der vergangenen Rezession maximal hätte einbringen können, ist auf der Seite Anleihen näher beschrieben.
Wenn Überstunden abgebaut werden müssen oder sogar Kurzarbeit beschlossen wird, kann man die Zeit nutzen, um sich weiterzubilden. Es ist Zeit vorhanden für Seminare, um Bücher zu lesen oder sich ein zweites Standbein aufzubauen. Man kann sich einen Nebenjob suchen oder sich nebenberuflich selbständig machen. Für einige klingt das vielleicht wie Hohn, doch man kann auch einfach mehr Zeit mit seiner Familie und seinen Freunden verbringen, seinen Hobby´s nachgehen und die "Batterien" für den nächsten Aufschwung "aufladen" - denn der kommt bestimmt!
Stellen Sie sich vor, Sie gründen mitten in der tiefsten Rezession ein Unternehmen. Dann passieren Fehler, die sich kaum negativ auswirken, da die allgemeinen Bedingungen sowieso katastrophal sind. Wenn Sie ein zukunftsfähiges Geschäftsmodell haben, vernünftig kalkulieren und trotz Rezession die schwarze Null schaffen, wird die Firma von dem nächsten Aufschwung stark profitieren - und Sie sind von Anfang an dabei! Die meisten machen es allerdings genau andersherum: Im Wirtschaftsboom schießen die Unternehmen wie Pilze aus dem Boden, mit fragwürdigen Geschäftsmodellen und meist größtenteils auf Kredit finanziert. Doch in der anschließenden Rezession, wenn die Einnahmen einbrechen und die Schulden drücken, verschwinden diese Unternehmen oft genauso schnell wieder, wie sie aufgetaucht sind.
Viele Menschen warten darauf, das es besser wird. Und dann wollen sie tätig werden. Doch das ist falsch. Es wäre so, als wolle der Landwirt ernten, bevor er gesäht hat. Das kann logischerweise nicht funktionieren. Der Landwirt säht seine Saat, bestellt sein Feld, bewässert es, sprüht Schädlingsbekämpfungsmittel und wartet ab. Er sieht zu, wie seine Erzeugnisse wachsen und erntet, wenn sie reif sind. Dieser Vorgang, mit dem Bauern schon seit Jahrtausenden erfolgreich sind, lässt sich wunderbar auf den Konjunkturzyklus übertragen. Einfach in der Rezession Vermögensgegenstände kaufen und Unternehmen gründen (sähen), im Wirtschaftsaufschwung zusehen, wie die Werte steigen und im Wirtschaftsboom verkaufen (ernten).
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