Geldsystem:
Wie in unserem Geldsystem Geld entsteht, was Geld eigentlich ist, wohin uns das schuldenbasierte, zinsbelastete Geldsystem bringen wird und was wir dagegen tun können sehen Sie eindrucksvoll in folgendem Film:
Woher kommt eigentlich das Geld? Es entsteht aus dem Nichts! (Wieso messen wir dem Geld dann soviel Wert bei?)
Beispiel Bundesdruckerei: Es wird spezielles Papier, Druckplatten und Farbe hergestellt und schon geht es los. Die Fed kostet es 2 Cent, um 1 Dollar (oder 100 Dollar) zu drucken. Bei dem Euro dürfte es nicht anders sein. Geld zu drucken ist extrem billig! Aber dennoch kostet es etwas. Deswegen ist Gelddrucken out. Allein um das Geld zu drucken, was die Konjunkturpakete gekostet haben, würde Jahre dauern.
Giralgeld ist in! Die gesamte Weltgeldmenge besteht nur noch zu 5 Prozent aus Scheinen und Münzen, 95 Prozent sind Giralgeld (eine Zahl im Computer oder auf einem Stück Papier). Wenn die EZB Geld verleiht, läuft das ungefähr folgendermaßen ab: Herr Trichet setzt sich an seinen Zentralbankcomputer, loggt sich ein, tippt mit der Maus in die Zeile Kontostand, denkt sich eine ziemlich große Zahl aus (je nachdem, wieviel Geld gerade benötigt wird), tippt sie ein, drückt die Entertaste und schon kann er damit beginnen, gegen Sicherheiten riesige Summen an Banken zu verleihen, die das Geld inklusive Leitzins zurückzahlen müssen. Und es kostet nichts! (Außer ein paar Stunden Arbeit, die natürlich nicht von Herrn Trichet persöhnlich geleistet werden.)
Nun, wenn es so einfach ist, Geld "herzustellen", wieso haben wir dann immer zu wenig davon? Weil man bekanntlich Sicherheiten hinterlegen muss, um Kredite zu erhalten. Es kann also nur soviel Geld geschaffen werden, wie es Sicherheiten gibt. Zu den Sicherheiten gehören Edelmetalle, Rohstoffe aller Art, Immobilien, Grundstücke, Aktien, Anleihen, Kreditforderungen an Dritte und natürlich auch die eigene Arbeitskraft. Angenommen die ganze Welt, also alle Privatleute, alle Unternehmen und alle Länder nehmen den maximalen Kredit in Anspruch, für den sie Sicherheiten hinterlegen können. Woher sollen die Zinsen dann kommen? Wer bezahlt die Zinsen für die in Anspruch genommenen Kredite? Ein einfaches Beispiel dazu: Sie schaffen sich Ihre eigene Währung, den "Selbergemachten". Sie stellen insgesamt nur 100 "Selbergemachte" her und verleihen diese an ihren Nachbarn für 5 Prozent Zinsen pro Jahr. Nach einem Jahr muss Ihr Nachbar Ihnen also 105 "Selbergemachte" zurückzahlen, richtig? Wie soll er das aber machen, wenn Sie nur 100 "Selbergemachte" hergestellt haben? Richtig, es geht gar nicht! Lösung: Ihr Nachbar gibt Ihnen die 100 "Selbergemachten" wieder und dazu zum Beispiel noch einen kleinen goldenen Ohrring, um die 5 Prozent Zinsen zu begleichen. Das ist das Prinzip.
Diejenigen, die das Monopol zur Geldherstellung besitzen, um es dann gegen Zinsen zu verleihen, setzen einen sehr geringen Kostenaufwand ein, um das Geld zu erschaffen. Dann verleihen sie es in dem Bewusstsein, sich langsam aber sicher im Laufe der Zeit das gesamte Eigentum (die Sicherheiten) der Menschen anzueignen. Was kann man dagegen tun? Keine Schulden machen!!! In dem Moment, in dem Sie Schulden machen, werden Sie abhängig (unfrei). Kein Auto, kein Urlaub und kein Flachbildfernseher ist das Wert! Aber was passiert, wenn alle Privatleute auf der Welt keine Schulden mehr machen würden? Dann würde es der Wirtschaft ziemlich schlecht gehen (noch viel, viel schlechter als jetzt). Die Unternehmen müssten Kredite aufnehmen, um weiter existieren zu können. Würden sich die Unternehmen ebenfalls weigern, Kredite aufzunehmen, müsste der Staat einspringen, um uns alle zu retten, was momentan ja auch der Fall ist. Und wie würde der Staat das anstellen? Auf Kredit natürlich! Wer bürgt für die Staatsschulden? Die Staatsbürger (daher auch der Name)! Nehmen wir jetzt einmal an, der Staat würde sich auch noch weigern, Schulden zu machen, was wäre dann? Dann gäbe es gar kein Geld! Die gesamte Geldmenge besteht zu 100 Prozent aus Schuldgeld. Das heißt, das jeder Geldschein ein Schuldschein für hinterlegte Sicherheiten ist. Gäbe es keine Schulden, dann gäbe es auch kein Geld.
Unser Geldsystem ist wie ein Krebsgeschwür, das uns langsam aber sicher auffrisst. Können wir entkommen? Nein! Verschulden Sie sich, sind Sie verloren. Verschulden Sie sich nicht, tut es der Staat für Sie. Bauen Sie Vermögen auf, müssen Sie sich darüber bewusst sein, das jeder Euro, den Sie auf der hohen Kante haben, einem anderen Menschen, einem Unternehmen oder einem Staat fehlt, indem er Schulden hat. Insgesamt gibt es mehr Schulden auf der Welt, als es Geld gibt! Und in diesem Geldsystem ist es auch garnicht anders möglich. Am Ende muss dieses Geldsytem zusammenbrechen!
Unser Geldsystem kann wegen der begrenzten Verschuldungsmöglichkeiten aufgrund von begrenzten Sicherheiten, die für die Schulden hinterlegt werden müssen und des Zins und Zinseszinses langfristig nicht funktionieren. Die Macht der Zentralbanken und der Geschäftsbanken über Kreditausweitung oder Kreditverknappung nach belieben Inflation oder Deflation zu verursachen UND das Zinseszinssystem sorgen für die Umverteilung von unten nach oben. Die Reichen werden immer reicher und die Armen werden immer ärmer, bis irgendwann 99 Prozent der Menschen 16 Stunden am Tag arbeiten müssen und trotzdem kaum genug Geld haben, um zu überleben (Feudalismus). Eine mögliche Lösung ist die Freiwirtschaft. Bei dem Freigeld gibt es ebenfalls Zinsen, aber negative. Die sogenannte Umlaufsicherungsgebühr, auch Demurrage genannt, beträgt beispielsweise 1 Prozent pro Monat, sodass es keinen Sinn mehr macht, Geld zu sparen. Dadurch wird die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes stark erhöht und die Umverteilung des Geldes von vielen zu wenigen vermieden. Es gab und gibt zahlreiche Experimente mit dem Freigeld, die allesamt sehr erfolgreich waren und sind. Das Freigeld konnte sich bisher leider nicht durchsetzen, da die Reichen und Mächtigen ihren Einfluss genutzt haben, um dies zu verhindern, da sie verständlicherweise reich und mächtig bleiben wollen.
Fazit: Eine Möglichkeit einen Großteil unserer globalen Probleme zu lösen besteht darin, das Freigeld einzuführen. Ausserdem ist es wichtig, keine Schulden zu machen, kein Geld gegen Zinsen zu verleihen, sondern zum Beispiel Gold- und Silbermünzen zu kaufen, auf die man keine Zinsen bekommt, aber langfristig dennoch einen Inflationsausgleich hat, sich lokalen Freigeldsystemen anzuschließen und die Information weiterzugeben, das unser Geldsystem uns alle über kurz oder lang ruinieren wird.
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