Freigeld:
Freigeld wird so genannt, da es frei von Zinsen ist. Im ersten Moment klingt das erst einmal nicht gut. Doch das täuscht: Zwischen 75 und 85 Prozent aller deutschen Bundesbürger sind "Zinsverlierer". Nur etwa 5 bis 10 Prozent der Bevölkerung gehören zu den "Zinsgewinnern". Wieso? Da in jedem Produkt, das Sie kaufen und in jeder Dienstleistung, die Sie in Anspruch nehmen, durchschnittlich 30 Prozent Zinsanteil im Preis enthalten sind. Das heißt, dass ungefähr 30 Prozent aller Ausgaben für Zinszahlungen aufgewendet werden müssen. Wenn Sie wissen wollen, ob Sie zu den Zinsgewinnern oder Zinsverlierern gehören, brauchen Sie nur 30 Prozent Ihrer Ausgaben Ihren Zinseinnahmen gegenüberzustellen. Im folgenden Film wird das zinsfreie, umlaufgesicherte Währungssystem vorgestellt, in dem erklärt wird, wie Freigeld funktioniert:
Silvio Gesell, der Begründer der Freiwirtschaftslehre hat in seinem Hauptwerk "Die natürliche Wirtschaftsordnung" aufgezeigt, wo das Problem im derzeitigen Geldsystem liegt und wie die Lösung aussehen könnte.
Jeder Mensch auf der ganzen Welt ist abhängig vom Geld. Anstatt das uns das Geld dient, wie es ursprünglich gedacht war, werden wir vom Geld regelrecht beherrscht. Wir sind im wahrsten Sinne des Wortes Sklaven des Geldes. Das liegt ganz einfach daran, das unser Geld zwei unterschiedliche Funktionen hat, die sich widersprechen: Zum einen Tauschmittel und zum anderen Spekulationsmittel zu sein. Um das Geld wieder zu einem reinen Tauschmittel zu machen, das allen Menschen gleichermaßen dient, müsste eine Umlaufsicherungsgebühr erhoben werden. Dadurch würde die Überlegenheit des Geldes gegenüber verderblichen Waren verschwinden. Im europäischen Mittelalter gab es die Brakteaten. Die Brakteaten waren nichts anderes als Schwundgeld, das jedes Jahr einen bestimmten Prozentsatz an Wert verlor. Dadurch machte es keinen Sinn es zu horten und lief unheimlich schnell um, wodurch die gesamte Bevölkerung zu großem Wohlstand kam.
Auch in Wörgl gab es 1932 ein Freigeldexperiment, das von dem damaligen Bürgermeister Michael Unterguggenberger ins Leben gerufen wurde und als "Das Wunder von Wörgl" in die Geschichte eigegangen ist. Aufgrund der Weltwirtschaftskrise wurde dort das Freigeld eingeführt, wodurch sich die Arbeitslosigkeit innerhalb eines einzigen Jahres halbierte. Es entstand mitten in der grossen weltweiten Depression ein Wirtschaftsaufschwung sondergleichen. Nachdem die Nachbarstädte darauf aufmerksam wurden und sich dem Experiment anschließen wollten, wurde das Freigeld von der österreichischen Zentralbank verboten.
Die globale Einführung von Freigeld würde uns allen Freiheit und Wohlstand bringen. Wir müssten alle weniger arbeiten und würden trotzdem mehr Geld verdienen. Der Mensch würde wieder im Mittelpunkt stehen. Nicht von heute auf morgen, aber im Laufe der Zeit würden sich die globalen Ungleichgewichte, die momentan so groß sind wie nie zuvor in der Geschichte der Menschheit, auflösen. Es müssten keine Kinder mehr verhungern oder an Krankheiten sterben, die mit Medikamenten, die nur ein paar Euro kosten, leicht behandelt werden könnten. Kriege wären vollkommen überflüssig, da es im Krieg letztendlich immer nur um Geld geht. Letztendlich würde die globale Einführung von Freigeld das Paradies auf Erden schaffen, von dem wir alle profitieren würden.
Noch nie davon gehört? Warum nicht? Und was sind die Hürden? Die Zinsgewinner, also die Leute, die das Geldsystem kontrollieren und damit die Macht über die ganze Welt haben, wissen schon zu verhindern, das der Otto-Normal-Verbraucher von Silvio Gesell und seinen Lehren erfährt. Ohne das Internet wüsste gar kein Mensch bescheid. Das Paradoxe daran ist, das selbst die Zinsverlierer, die immerhin rund 80 Prozent der Menschen ausmachen, kein Interesse an der Einführung des Freigeldes haben, obwohl es ihnen dadurch erheblich besser gehen würde. Sie wissen es einfach nicht besser und halten an dem alten "Dogma" des schuldenbasierten Zinsgeldsystems fest und hoffen auf ein Wunder, sprich ein Lottogewinn, um sich auch all die schönen Dinge kaufen zu können, von denen sie schon immer geträumt haben. Dabei könnte es so einfach sein. Da hilft nur die Aufklärung.
Zum Einstieg in das Thema sind die Bücher "Das Geldsyndrom" von Helmut Creutz über die Zinsproblematik und "Geld ohne Zinsen und Inflation" von Prof. Dr. Margrit Kennedy empfehlenswert, die Sie hier kostenlos nachlesen können. Zur Vertiefung sind die Bücher von Prof. Dr. Bernd Senf "Der Nebel um das Geld", "Die blinden Flecken der Ökonomie" und "Der Tanz um den Gewinn" sehr empfehlenswert. Weitere Informationen erhalten Sie unter berndsenf.de und monetative.de.
Misstrauisch? Geldschneiderei? Wenn Sie die Links nutzen werden Sie feststellen, das sich einige gebildete und wohlhabende Leute viel Arbeit gemacht haben und diese größtenteils kostenlos zur Verfügung stellen! Diese Menschen, die das Wesen des Freigeldes und die gravierenden Fehler des derzeitigen Geldsystems verstanden haben, engagieren sich meist ehrenamtlich, um eine bessere Welt zu schaffen. Sie sind die wahren Philanthropen.
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