Fed Leitzinsen:

      

 

16.12.20080,00 - 0,25 Prozent
29.10.20081,00 Prozent
08.10.20081,50 Prozent
30.04.20082,00 Prozent
18.03.20082,25 Prozent
30.01.20083,00 Prozent
22.01.20083,50 Prozent
11.12.20074,25 Prozent
31.10.20074,50 Prozent
18.09.20074,75 Prozent
29.06.20065,25 Prozent
10.05.20065,00 Prozent
28.03.20064,75 Prozent
31.01.20064,50 Prozent
13.12.20054,25 Prozent
01.11.20054,00 Prozent
20.09.20053,75 Prozent
09.08.20053,50 Prozent
30.06.20053,25 Prozent
03.05.20053,00 Prozent
22.03.20052,75 Prozent
02.02.20052,50 Prozent
14.12.20042,25 Prozent
10.11.20042,00 Prozent
21.09.20041,75 Prozent
10.08.20041,50 Prozent
30.06.20041,25 Prozent
25.06.20031,00 Prozent
06.11.20021,25 Prozent
11.12.20011,75 Prozent
06.11.20012,00 Prozent
02.10.20012,50 Prozent
17.09.20013,00 Prozent
21.08.20013,50 Prozent
27.06.20013,75 Prozent
15.05.20014,00 Prozent
18.04.20014,50 Prozent
20.03.20015,00 Prozent
31.01.20015,50 Prozent
03.01.20016,00 Prozent
16.05.20006,50 Prozent
21.03.20006,00 Prozent
 

Die Leitzinsen der Fed liegen seit Dezember 2008 ähnlich wie in Japan in den letzten Jahren bei nahezu 0 Prozent. Der Zielkorridor der Federal Funds Rate von 0,00 bis 0,25 Prozent soll mindestens bis Mitte 2013 auf dem historischen Leitzinstief gehalten werden. Ausserdem wurde angekündigt, das ab dem 17.08.2010 durch Fälligkeit bereits gekaufter Wertpapiere frei werdende Gelder in US Staatsanleihen reinvestiert werden. Es werden also auch flüssig werdende Gelder aufgrund des Laufzeitendes von hypothekenbesicherten Anleihen und Papieren der staatlichen Hypothekenversicherer in Staatsanleihen reinvestiert. Ausserdem hat die Fed im September bekannt gegeben US-Staatsanleihen mit einer Restlaufzeit von bis zu 3 Jahren im Wert von 400 Milliarden Dollar zu verkaufen, um mit dem Erlös US-Staatsanleihen mit Restlaufzeiten von 10 bis 30 Jahren aufzukaufen, um die langfristigen Zinsen zu drücken und damit Investitionen anzuregen.

Ob das historisch niedrige Zinsniveau ausreicht, um der schwersten Weltwirtschaftskrise seit 80 Jahren Paroli zu bieten, wird sich zeigen. In Japan hat es nicht geholfen, wobei die Zinsen auf Staatsanleihen deutlich niedriger sind als in den Vereinigten Staaten. In Japan bekommt man 1,0 bis 1,5 Prozent, in den USA erhält man 2,5 Prozent p.a. für Staatsanleihen. Diesen Umstand machen sich die amerikanischen Banken derzeit auch zunutze, indem sie sich von der Federal Reserve zu 0 bis 0,25 Prozent Geld leihen, um es dann direkt in US-Staatsanleihen zu 2,5 Prozent p.a. anzulegen. Ergibt einen Gewinn von 2,25 bis 2,5 Prozent p.a. für die Summe X. Gigantisch!

Es ist anzunehmen, das die Niedrigzinspolitik der Fed eher zu Inflation als zu Deflation führt. Man stelle sich folgendes Szenario vor:

Ben "Helikopter" Bernanke sitzt am Schreibtisch in seinem Büro, schaltet den Computer an, loggt sich in das Zentralbankkonto ein, tippt mit der Maus in die Zeile Kontostand und denkt sich eine Zahl mit 12 Nullen aus. Die tippt er dann ein und drückt Enter, holt seine TAN-Liste aus dem Tresor und kauft den Geschäftsbanken für 100 Milliarden Dollar pro Monat US-Staatsanleihen ab. Oder gleich direkt vom US-Staat. Das Federal Reserve System ist mittlerweile größter Besitzer von US-Bonds! Die Banken investieren die frei gewordene Liquidität dann in Rohstoffe, was die Inflation weltweit antreibt.

Viele der Staaten, die auf hohen Dollar Beständen sitzen, wie zum Beispiel China oder auch einige Öl-Staaten, sind schon im Jahr 2008 verstärkt auf Einkaufstour gegangen. Und auch in den Jahren 2009 und 2010 wurde fleißig zugekauft, was diese Staaten nicht getan hätten, wenn sie eine Deflation erwarten würden. Ziel der Investitionen ist es, das bunte Papier gegen nachhaltig wertbeständige Sachwerte wie Immobilien, Wirtschaftsunternehmen und Rohstoffe einzutauschen, bevor die große Inflationswelle anrollt. Alle sogenannten "big player" flüchten derzeit aus Staatsanleihen und versuchen ihre Dollarbestände vor einer möglichen und immer wahrscheinlicher werdenden Währungsreform in reale Werte zu investieren.

Wie die Zentralbank genau arbeitet können Sie sich im nebenstehenden Video "Geld als Schuld" anschauen.


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