| 07.07.2011 | 1,50 Prozent | | 07.04.2011 | 1,25 Prozent | | 07.05.2009 | 1,00 Prozent | | 02.04.2009 | 1,25 Prozent | | 05.03.2009 | 1,50 Prozent | | 15.01.2009 | 2,00 Prozent | | 04.12.2008 | 2,50 Prozent | | 06.11.2008 | 3,25 Prozent | | 08.10.2008 | 3,75 Prozent | | 03.07.2008 | 4,25 Prozent | | 06.06.2007 | 4,00 Prozent | | 08.03.2007 | 3,75 Prozent | | 07.12.2006 | 3,50 Prozent | | 05.10.2006 | 3,25 Prozent | | 03.08.2006 | 3,00 Prozent | | 08.06.2006 | 2,75 Prozent | | 02.03.2006 | 2,50 Prozent | | 06.12.2005 | 2,25 Prozent | | 05.06.2003 | 2,00 Prozent | | 06.03.2003 | 2,50 Prozent | | 05.12.2002 | 2,75 Prozent | | 08.11.2001 | 3,25 Prozent | | 17.09.2001 | 3,75 Prozent | | 10.05.2001 | 4,50 Prozent | | 05.10.2000 | 4,75 Prozent | | 31.08.2000 | 4,50 Prozent | | 08.06.2000 | 4,25 Prozent | | 27.04.2000 | 3,75 Prozent | | 16.03.2000 | 3,50 Prozent | | 03.02.2000 | 3,25 Prozent | | 04.11.1999 | 3,00 Prozent | | 08.04.1999 | 2,50 Prozent | | 01.01.1999 | 3,00 Prozent |
| | EZB Leitzinsen: | | | |
Wie funktioniert Geld? Das sehen Sie im folgenden Film: | | Auf der EZB-Ratssitzung am 06.10.2011 wurde der EZB-Leitzins wie erwartet bei 1,50 Prozent belassen. Dies war von Experten erwartet worden, da zum einen die Wirtschaftsentwicklung deutlich nach unten zeigt und zum anderen die Inflation im Euroraum bei 3,0 Prozent liegt. EZB-Chef Jean-Claude Trichet, der am 01. November 2011 nach 8 Amtsjahren von dem italiener Mario Draghi abgelöst wird, sagte nach dem Zinsentscheid auf der Pressekonferenz, dass die Banken weitere Liquiditätshilfen brauchen, die von der EZB auch zur Verfügung gestellt werden. Aufgrund der Staatsschuldenkrise trauen sich die Geldinstitute nicht mehr und parken das Geld wie 2008 bei der EZB. Daher wurde von der EZB nun ein neues Ankaufprogramm zum Ankauf von Pfandbriefen und anderen gedeckten Anleihen in Höhe von 40 Milliarden Euro aufgelegt. Ausserdem können sich Banken über neue langfristige Kreditlinien bei der EZB mit Liquidität versorgen. In den nächsten Monaten wird von Ökonomen keine weitere Leitzinsanhebung erwartet. Vielmehr rechnen die Experten nun mit einer Leitzinssenkung im ersten Quartal 2012. Die Fed Leitzinsen werden laut Ben Bernanke mindestens bis Mitte 2013 auf dem Allzeittief von 0 - 0,25 Prozent gehalten. |
Wenn man sich nun die Leitzinsentwicklung der letzten 10 Jahre anschaut und mit der Kursentwicklung des Deutschen Aktien Index vergleicht, fällt folgendes auf: Sobald die Leitzinsen unter 2,75 Prozent gesenkt wurden, stiegen die Deutschen Aktien. Wurden die EZB Leitzinsen hingegen auf 3,75 Prozent oder mehr erhöht, begannen die Deutschen Aktien zu fallen. Dies belegt einmal mehr eindrucksvoll, wie wichtig die EZB Leitzinsen für die Wirtschaft und für die Börse sind. Projieziert man nun die Vergangenheitswerte in die Zukunft, müsste eine schöne Hausse mit sagenhaften Kursgewinnen vor uns liegen! Bisher stimmt die Tendenz: Seit dem Tief von ca. 3.650 DAX Punkten im März 2009 haben sich die Kurse der 30 größten deutschen Aktiengesellschaften innerhalb von 2 Jahren verdoppelt. Da das durchschnittliche KGV aller DAX-Unternehmen aufgrund des jüngsten Börsencrashs bei ungefähr 10 liegt, was sehr günstig ist, erscheint es sinnvoll, Rückschläge am Aktienmarkt zum Einstieg zu nutzen. Zurzeit verdienen die Banken sehr gutes und sicheres Geld mit Zinsdifferenzgeschäften: Sie leihen sich Geld von der EZB für 1,50 Prozent und investieren es sofort wieder in Deutsche Staatsanleihen mit einer Verzinsung von 3,00 Prozent. Macht 1,50 Prozent Gewinn mit einer Summe X. Eine geniale win-win Situation: Der Staat rettet mit der Ausgabe von Staatsanleihen in Höhe von vielen Milliarden Euro einige verlustreiche Banken und dieselben machen das Zinsdifferenzgeschäft des Jahrhunderts und können auf diese Art und Weise schnell ihre Verluste abbauen. An der Sache gibt es "nur" zwei Haken: 1. Die Staatsbürger bürgen (ungefragt) mit ihrem gesamten Vermögen und ihrer Arbeitskraft für die Schulden des Staates und 2. ist die größte Staatsanleihenblase aller Zeiten entstanden, die früher oder später platzen wird. Da die Geldmenge durch die Maßnahmen der Zentralbanken und Regierungen seit Mitte 2008 nahezu konstant geblieben ist, stellt sich die Frage, wo sich das ganze Geld befindet. Billionensummen haben sich durch sinkende Immobilienpreise in den USA, Kreditausfälle und durch den Wertverfall diverser Derivate in Luft aufgelöst. Dieselbe Menge Geld wurde nun neu aus dem Nichts geschaffen und zum größten Teil in Staatsanleihen investiert. Wenn die Konjunktur wieder anzieht und die Leitzinsen angehoben werden, MUSS die Anleihenblase platzen. Wie bei einem Staudamm, der bricht, wird die Liquidität die Märkte fluten, was zu einer Vermögenspreisinflation führen wird. Aktien-, Immobilien- und Rohstoff- beziehungsweise Edelmetallpreise werden explodieren. |