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ETF´s:
Exchange Traded Funds, kurz ETF`s genannt, was zu deutsch soviel heißt wie börsengehandelter Fonds, sind passiv verwaltete Indexfonds. ETF´s sind jederzeit an der Börse handelbar und gehören zum Sondervermögen. Aufgrund der günstigeren Kostenstruktur gegenüber aktiv gemanagten Investmentfonds treffen ETF´s auch im Kreise der Privatanleger auf immer größeres Interesse. Bei ETF´s wird eine durchschnittliche Verwaltungsgebühr in Höhe von 0,45 Prozent erhoben, was deutlich unter den durchschnittlichen Kosten bei einem Investmentfonds liegt. Der Spread, Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs, liegt bei ungefähr 0,1 Prozent, weswegen sich ETF´s auch gut zum Daytraden eignen. Ein weiterer großer Vorteil ist der, das ETF´s den zugrundeliegenden Index 1:1 abbilden, wogegen 95 Prozent aller Fondsmanager von aktiv gamanagten Fonds es nicht schaffen, den Index zu schlagen, das heißt schlechter abschneiden als der Gesamtmarkt. Wegen der immer größeren Beliebtheit gibt es ETF´s mittlerweile für fast alle Anlageklassen, wie beispielsweise Indizes, Anleihen, Rohstoffe und Kreditderivate. Der einzige Nachteil ist, das ETF´s den Index nicht schlagen (outperformen) können. Aber welcher Fondsmanager schafft das schon langfristig? | | Aufgrund der vergleichbaren Kostenstruktur empfiehlt es sich in ETF´s, anstatt in Indexzertifikate zu investieren, da ETF´s im Gegensatz zu Zertifikaten zum Sondervermögen gehören. Das Sondervermögen ist gesetzlich getrennt von dem Eigenkapital der Fondsgesellschaft und bleibt auch bei Insolvenz der Fondsgesellschaft beziehungsweise des Emittenten oder der Depotbank erhalten. Ein weiterer Vorteil von ETF´s ist die höhere Transparenz, da die Zusammensetzung fortlaufend eingesehen werden kann, wogegen gemanagte Investmentfonds nur in ihrem Halbjahresbericht bekanntgeben, wie sie aktuell investiert sind. Dies ermöglicht ihnen das sogenannte "Window Dressing", bei dem ein Fondsmanager beispielsweise am Jahresende die Aktien, die underperformed haben untergewichtet, das heißt verkauft und dafür die Aktien übergewichtet, die gut gelaufen sind. Dadurch fühlt sich der Investor in seiner Anlageentscheidung bestätigt, da der Fondsmanager die "richtigen Entscheidungen" getroffen hat. Letztendlich sollte bei der Auswahl der ETF´s beziehungsweise der Indizes, in die investiert werden soll, beachtet werden, ob es sich bei dem zugrundeliegenden Index um einen Kurs-Index ohne die Berücksichtigung von Dividenden oder einen Performance-Index handelt, bei dem die Dividendenzahlungen mit in den Kurs einbezogen werden. |
Achtung: Bei der Investition in ETF´s sollte unbedingt darauf geachtet werden, wie zum Beispiel der deutsche Aktien-Index abgebildet wird. Es werden nämlich nur selten tatsächlich Aktien, das heißt Substanzwerte gekauft. Meist werden Derivate eingesetzt, die aber im Fall einer Währungsreform wertlos verfallen. Wichtig ist also, das der ETF-Fondsmanager in reale Werte investiert!
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