Edelmetalle:
Das große Umdenken hat begonnen. Immer mehr Menschen dämmert es, das sich unser Geldsystem in seiner Endphase befindet und in naher Zukunft zusammenbrechen wird. Kaum zu glauben, aber selbst die Deutschen, die ansonsten traditionell hauptsächlich in Immobilien und Geldwertanlagen investieren, haben mittlerweile auch Gold und Silber im Portfolio, um ihr Vermögen zu sichern. Edelmetalle sind nachhaltig wertbeständige Geldanlagen, die den Vorteil besitzen, das Vermögen vor der Inflation zu schützen. Ausserdem sind Silber- und Goldmünzen eine gute Wahl, weil sie bei einem Zusammenbruch der Währungen praktisch überall auf der Welt als Zahlungsmittel akzeptiert werden würden. In Utah (USA) sind Gold- und Silbermünzen seit Mai 2011 zu offiziellem Zahlungsmittel ernannt worden! Das besondere daran ist, das nicht der Nennwert, sondern der Materialwert zählt! Weitere Bundesstaaten wie Minnesota, Idaho und Georgia wollen dem Beispiel folgen. Die bekanntesten Edelmetallmünzen sind der Maple Leaf, Wiener Philharmoniker, American Eagle und natürlich der weit verbreitete Krügerrand, die es in verschiedenen Größen gibt, wobei der Aufpreis zu beachten ist. Abgesehen davon ist die Investition in Edelmetalle eine der wenigen verbliebenen Möglichkeiten, Gewinne nach einem Jahr Haltedauer realisieren zu können, ohne die seit dem 01.01.2009 eingeführte Abgeltungssteuer bezahlen zu müssen.
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Die Fondsmanager von Investmentfonds und ETF´s investieren häufig nur in Derivate oder in Aktien von undurchsichtigen Minengesellschaften. Bei Zertifikaten hat man nur einen Rückzahlungsanspruch in Euro, was bei einem Totalzusammenbruch des Weltfinanzsystems auch nicht wirklich hilfreich ist. Da Edelmetallzertifikate wertlos verfallen, sollte das emittierende Kreditinstitut dem nächsten Crash zum Opfer fallen, ist es ratsam, Silber, Palladium, Gold und Platin nur in Form von Münzen oder Barren zu kaufen. Das man Edelmetalle also möglichst in physischer Form anschaffen sollte, ist den meisten Edelmetallinvestoren inzwischen bewusst.
Aber wie kauft man am besten Edelmetalle in physischer Form ein? Offiziell mit Registrierung oder lieber anonym?
Wenn man Edelmetalle offiziell kauft hat man zum Beispiel eine Echtheitsgarantie, die man im Zweifelsfall einfordern kann, da man Belege und möglicherweise eine Seriennummer hat, woraus die Herkunft nachvollzogen werden kann. Bei einem Goldverbot inklusive Konfiszierung wäre die offizielle Variante allerdings von Nachteil. Kauft man seine Edelmetalle ohne Registrierung anonym ein, besteht die Gefahr, das einem Fälschungen wie beispielsweise Goldbarren mit Wolframkern untergejubelt werden. Für Laien also weniger empfehlenswert, es sei denn, man möchte sein Schwarzgeld "versilbern".
Schön und gut, aber wie soll man die Edelmetallmünzen und/oder Barren jetzt am besten lagern? Hier ein paar Möglichkeiten inklusive Vor- und Nachteile:
1. Einfach dem Bankberater vertrauen und die Edelmetalle von der Bank beschaffen, einlagern und versichern lassen. Über die Transaktion bekommt man dann natürlich eine schriftliche Bestätigung (Papiergold).
Vorteil: Ist super einfach und bequem.
Nachteil: Geht die Bank in Konkurs ist die Anlage futsch, da Banken die Edelmetalle für gewöhnlich garnicht kaufen! Gold, Silber, Palladium und Platin werden einfach fiktiv gekauft, fiktiv eingelagert und fiktiv versichert. Man trägt die Kosten für die Transaktion, Einlagerung und Versicherung, obwohl garkeine physischen Edelmetalle gekauft worden sind. Die Geschäftsbanken bieten ihren Kunden an, Edelmetalle im Auftrag des Kunden in physischer Form zu kaufen, einzulagern und zu versichern. Von diesem Angebot haben in den USA viele Kunden gebrauch gemacht. Im Laufe der Zeit kam jedoch heraus, das die Banken zwar einen Auszug mit den Daten über die eingelagerten Edelmetalle ausgestellt, aber die Edelmetalle tatsächlich nie gekauft haben! Daraufhin taten sich einige Kunden zusammen und reichten eine Sammelklage gegen die betreffenden Institute ein, die überraschenderweise vom Gericht abgewiesen wurde, mit der Begründung, das dies international gängige Geschäftspraxis sei. Mit anderen Worten: Sie zahlen für den angeblichen Kauf von Edelmetallen, zahlen für die Einlagerung der nicht vorhandenen Edelmetalle und zahlen nocheinmal, um die nicht vorhandenen Edelmetallbestände zu versichern. Und wenn die Bank pleite geht oder es zu einer Währungsreform kommt, erleiden Sie einen Totalverlust, obwohl Sie eigentlich alles richtig gemacht haben. Auf diese Art und Weise wird von den Banken jede Unze Gold und Silber mehrfach verkauft, wodurch die Preise relativ niedrig gehalten werden. Kaufen Sie Ihre Edelmetalle darum lieber selbst ein!
2. Edelmetalle im Bankschließfach lagern.
Vorteil: Solange das Finanzsystem nicht zusammenbricht und der Besitz von Edelmetallen nicht verboten wird beziehungsweise Edelmetalle nicht konfisziert werden, ist das relativ sicher. Der Inhalt des Bankschließfaches bleibt in jedem Fall Ihr Eigentum, auch bei Insolvenz der Bank. Bei einem Bankraub ist der Schließfachinhalt versichert, wobei die Standardversicherungssumme in der Regel nicht ausreicht.
Nachteil: Schließt die Bank zum Beispiel vorübergehend aufgrund eines Bankruns, Liquiditätsproblemen, Staatsbankrott und/oder Währungsreform ist ein Zugriff unmöglich. Auch bei einer Bankpleite kann es zu Verzögerungen kommen. Im Krisenfall wäre man von den möglicherweise lebensnotwendigen alternativen Zahlungsmitteln abgeschnitten. Bei einem (unwarscheinlichen, aber möglichen) Gold- und Silberverbot und Konfiszierung von privaten Gold- und Silberbeständen (wie am 09. März 1933 in den USA geschehen) wäre der Inhalt des Schließfaches der Staatsgewalt ausgeliefert. Daher kann es bei einer entsprechenden Vermögenssituation durchaus sinnvoll sein, neben Gold- und Silbermünzen auch Palladium- und Platinmünzen zu erwerben, da es in der Geschichte noch nie ein Platin- oder Palladiumverbot gegeben hat.
3. Einen eigenen Tresor kaufen und die Edelmetalle Zuhause lagern.
Vorteil: Man hat jederzeit unmittelbaren Zugriff im Krisenfall, ist absolut unabhängig und kann von Zeit zu Zeit auch mal mit den glänzenden Metallen spielen.
Nachteil: Ein solider Tresor kostet natürlich eine ganze Stange Geld. Ob sich so eine Investition lohnt kommt dabei auch auf die Menge der einzulagernden Edelmetalle an. Für Kleinanleger ist das also keine sinnvolle Option. Die Versicherung muss in Eigenregie abgeschlossen werden, wobei die Montage und die Risikoklassifikation des Tresors genauestens beachtet und angegeben werden muss. Das bringt möglicherweise unliebsame Mitwisser hervor. Sollte es zu einem Raubüberfall mit Androhung oder sogar Anwendung von Gewalt kommen, tritt der Totalverlust der gesamten Edelmetallbestände ein. Dieser Fall wäre zwar versichert, ob die Versicherungsgesellschaft allerdings leisten kann und/oder ob die Euros dann noch einen Wert haben ist eine andere Sache. Mitten in der Krise nach dem totalen Systemzusammenbruch wäre das sicherlich das worst-case-szenario. Genauso bei Einbruch oder Feuer, aber auch im Fall einer plötzlichen Flucht wegen zum Beispiel inneren bürgerkriegsähnlichen Zuständen könnten die Edelmetalle nicht mitgenommen und/oder gerettet werden. Ein weiteres Problem wäre: Wohin mit dem Schlüssel?
4. Über Drittanbieter Edelmetalle (möglicherweise zum Kilopreis günstiger) einkaufen und im In- oder Ausland per Sammelverwahrung einlagern und versichern lassen.
Vorteil: Dies ist wirklich eine solide Möglichkeit sein Vermögen zu sichern, wobei es natürlich darauf ankommt, wie seriös der jeweilige Anbieter dieser Dienstleistung ist.
Nachteil: Man hat in der Krise kurzfristig keine Chance auf Teile seines Vermögens heranzukommen, um seinen Lebensunterhalt bestreiten zu können. Durch Ein- oder Ausfuhrstop, Strafzölle oder Kriege sind im Ausland gelagerte Edelmetallbestände sicherlich riskanter als die Lagerung im Inland.
5. Die Goldbarren (hoffentlich ohne Wolframkern) und Silbermünzen in eine Kiste packen, im Garten vergraben und einen "Altersvorsorgebaum" darauf pflanzen.
Vorteil: Solange davon keiner etwas weiß und das Grundstück im Familienbesitz bleibt ist das wohl eine sehr sichere Sache. (Alternativ zum Baum kann auch eine Hundehütte inklusive Kampfhund eingesetzt werden.)
Nachteil: Wenn einem etwas zustößt erfahren die Erben möglicherweise niemals etwas von dem "Schatz". Das Informieren der Erben würde diese unter Umständen in Versuchung führen und/oder durch leichtsinniges weitererzählen in Bierlaune an sogenannte "Freunde" weitere unerwünschte Mitwisser nach sich ziehen. Wenn man zufällig von seinen Nachbarn oder sonst irgendjemandem beobachtet wird droht der Totalverlust der Edelmetalle. Im Fall einer staatlich auferlegten Zwangshypothek oder sonstigen finanziellen Engpässen hätte man kurzfristig eine Menge arbeit.
Fazit: Da es bei Geldanlagen immer sinnvoll ist das Risiko zu streuen, empfiehlt es sich mehrere Möglichkeiten unabhängig voneinander zu nutzen, um die Edelmetalle sicher einzulagern.
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