Deflation:
Deflation ist nichts anderes als das Absinken der Geldmenge und / oder der Umlaufgeschwindigkeit des Geldes. Da unsere Währung ausschließlich über Kredit ausgegeben wird und die Sicherheiten, die dafür hinterlegt werden müssen begrenzt sind, muss es am Ende aufgrund des Zinseszinseffekts zur Deflation kommen. Durch die Verringerung der Kreditvergabe der Geschäftsbanken kann jederzeit künstlich eine Deflation erzeugt werden. Das geschieht zum Beispiel wenn die Leitzinsen und die Kreditzinsen deutlich angehoben werden, wodurch in der Folge weniger Kredite von der Wirtschaft und von Privatleuten nachgefragt werden. Auch die Kreditbedingungen können verschärft werden, wie 2008 geschehen, sodass kaum noch jemand dazu in der Lage ist, einen Kredit zu bekommen. Sinkt das Kreditvolumen, sinkt auch die Geldmenge. Da die Höhe der Schulden spiegelbildlich der Höhe der Vermögen entspricht, müssen die Sachwerte bei sinkender Geldmenge ebenfalls im Preis nachgeben. Wenn die Geldmenge also beispielsweise um 10 Prozent fällt, müssen die Vermögenswerte ebenfalls um 10 Prozent fallen.
Warum es immer wieder zu Deflation kommen muss, sehen Sie in folgendem Video:
Was für verheerende Auswirkungen die Deflation mit sich bringen kann, hat die Weltwirtschaftskrise Anfang der 1930 er Jahre gezeigt: Es wurden massenhaft Kredite gekündigt, wodurch sich die Geldmenge stark verringerte. Geld wurde extrem knapp, die Unternehmensinsolvenzen und Arbeitslosenzahlen schossen in die Höhe. Das Kuriose an der ganzen Sache ist, das es wegen des Zinses, der auf alle Kredite gezahlt werden muss, mehr Schulden als Geld gibt. Daher ist es in unserem derzeitigen Geldsystem beispielsweise unmöglich, die Staatsverschuldung auf Null zu senken. Selbst wenn alles Geld der Welt eingesetzt werden würde, um Schulden zu bezahlen, gäbe es zum einen kein Geld mehr und zum anderen würden trotzdem Schulden übrig bleiben. Daher hat die Deflation so katastrophale Konsequenzen. Auch wenn es unwarscheinlich ist, aber theoretisch könnten die Zentralbanken den Märkten die Billionen an Kapitalhilfen wieder entziehen, was die mit Abstand schlimmste Deflation aller Zeiten auslösen würde. Diesbezüglich ist es ratsam, zumindest privat keine Schulden zu machen, da die Schuldenlast in einer Deflation immer gößer wird, weil Geld im Vergleich zu realen Werten immer mehr Wert wird.
Nicht wenige Menschen fordern daher den Goldstandard mit dem Hauptargument, dass das Geld dann auch einen inneren Wert hätte - im Gegensatz zum heutigen Papiergeld. Leider begreifen die Verfechter des Goldstandards nicht, das ein Goldstandard zwangsläufig zu Deflation führen muss, da immer ein Teil der Geldmenge gehortet und so dem Wirtschaftskreislauf entzogen wird. In Deutschland beispielsweise liegt die Sparquote bei 10 Prozent. In der Folge würde sich die umlaufende Geldmenge immer weiter verringern, sodass es zu der deflationären Negativspirale von sinkenden Preisen und Löhnen kommt, was zu Firmenpleiten und hoher Arbeitslosigkeit führt.
In einer Deflation erhöht sich allerdings auch der Druck des Volkes auf die Politiker und Notenbanker, die naturgemäß wiedergewählt werden möchten. Den Verantwortlichen bleibt also garnichts anderes übrig, als die Geldmenge durch das vergeben von neuen Krediten aufzublähen, bis es irgendwann zu einer Währungsreform oder einer gigantischen Deflation kommt. Anschließend beginnt das Spiel von neuem.
Da die Inflationsraten deutlich über dem historischen Durchschnitt liegen und die Leitzinsen der meisten Zentralbanken der Welt die niedrigsten Stände ihrer Geschichte über einen langen Zeitraum beibehalten haben, steht möglicherweise die finale Deflation bevor. Sollte es vorher nicht zu einer Währungsreform kommen, werden wir in diesem Jahrzehnt die schwerste Depression in der Geschichte der Menschheit erleben. Die Masse der Menschen wird alles verlieren, bürgerkriegsähnliche Zustände werden den Alltag bestimmen. Es wird ein Rückfall in den mittelalterlichen Feudalismus inklusive totale Versklavung und totale Überwachung geben.
Bei der Anlage des Vermögens sollte also berücksichtigt werden, dass das Risiko einer Deflation niemals komplett ausgeschlossen werden kann. Die Geldanlagen sollten also sowohl inflations- als auch deflationsfest sein, das heißt, man sollte einen Teil in Sachwerte wie Investmentfonds und Rohstoffe investieren, aber auch Geldwerte und Bargeld zum Beispiel auf einem Tagesgeldkonto halten. Merke: Wer in einer Deflation über Bargeld verfügt ist King!
Allerdings sollte man sich sowohl in einer Inflation als auch in einer Deflation darüber bewusst sein, das Sachwerte wie beispielsweise Goldmünzen immer den selben Wert behalten. Es ändert sich lediglich der Wert des Geldes.
Die globale Elite, allen voran die Banker, verkaufen am Ende des Wirtschaftsbooms, dessen Ende sie selbst einleiten, einen Großteil ihrer Sachwerte wie Immobilien, Aktien und Edelmetalle. Sie halten Bargeld! Nach dem Börsencrash, wenn die Wirtschaft am Boden liegt, kaufen sie dann mit ihrem gehorteten Geld die Sachwerte für einen Bruchteil ihres tatsächlichen Wertes wieder ein. Dieses Spielchen treiben die Herrschaften schon seit mehreren hundert Jahren!
In dieser Tatsache liegt auch der Grund, warum die Reichen immer reicher werden und die Armen immer ärmer. In der nächsten finalen Superdeflation soll das gemeine Volk komplett enteignet werden. Anschließend haben wir der herrschenden Elite nur noch als Sklaven zu dienen, ohne Rechte und ohne Freiheit!
Es gibt allerdings eine Möglichkeit dieses worst-case-szenario abzuwenden: Indem wir uns vom Geldsystem so unabhängig wie möglich machen. Der Schlüssel unserer Freiheit liegt in unserem Geldsystem! Nur die (scheinbare) totale Abhängigkeit vom Geld kann zu einer starken Deflation führen.
Geld ist eine universelle Droge, von der wir alle abhängig sind. Wir sind demnach alle Geldjunkies! Und wenn wir zu wenig von unserem "Stoff" (Geld) haben, bekommen wir Entzugserscheinungen (Deflation). Kurzfristig helfen Geldspritzen, aber langfristig gibt es nur eine richtige Lösung: Clean (unabhängig) werden vom schuldenbasierten, zinsbelasteten Geld und die Einführung von Freigeld, bei dem eine Deflation durch eine Umlaufsicherung nahezu vollständig ausgeschlossen werden kann.
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