Geldanlagen:
Das Thema Geldanlagen ist sowohl eines der spannendsten als auch kompliziertesten Themen unseres Lebens. Überlassen wir die Entscheidung über die Auswahl unserer Geldanlagen irgendwelchen Beratern, sind wir meist schlecht beraten, wie wir in der vergangenen Weltwirtschaftskrise gesehen haben. Deswegen ist es für jeden einzelnen unerlässlich, sich ein bisschen Zeit zu nehmen und sich die Grundlagen über Geldanlagen selbst anzueignen. Hierzu ist es zunächst einmal wichtig zu wissen, woher Geld eigentlich kommt und wie es entsteht, was Sie im folgenden Video sehen können.
Das die Preise für Produkte und Dienstleistungen langfristig immer ansteigen ist also sicher, da es in unserem bestehenden Geldsystem gar nicht anders möglich ist. Die Geldmenge und die damit verbundene Inflation wächst unter Schwankungen immer weiter an, bis die Menschen das Vertrauen in die Währung verlieren und es zu einer Währungsreform kommt, was nicht weiter schlimm ist, wenn man sein Geld in Sachwerte investiert hat.
Bei der Geldanlage in Finanzmarktprodukte wird das Kapital der Anleger (fast) ausschließlich in Staatsanleihen und Derivaten angelegt, also in Geldwerten. Ausserdem werden Abschlussgebühren und Verwaltungskosten in erheblichem Umfang erhoben, was neben der Inflation und der Abgeltungssteuer die Zinsen deutlich verringert, die ohnehin sehr gering ausfallen, sodass es (fast) unmöglich ist, kurz-, mittel-, und Langfristig eine positive Rendite zu erzielen.
Da es unsinnig und gefährlich ist an den Finanzmärkten auf Kredit zu spekulieren ist es ratsam, zunächst regelmäßig Geld zu sparen und auf ein Tagesgeldkonto einzuzahlen. In der Zwischenzeit kann man entspannt den Verlauf des Konjunkturzyklus beobachten. Wenn sich der Wirtschaftsboom abschwächt, die Leitzinsen gesenkt werden und Börsenkurse stark einbrechen wird es interessant. In einer Rezession beziehungsweise in einem Börsencrash kann man nämlich Aktien, Edelmetalle, Rohstoffe und Immobilien oft unter Wert kaufen. Dabei sollte aber nicht mehr als 50 Prozent des angesparten Kapitals investiert werden, um nachkaufen zu können. Ausserdem bleibt Ihr Vermögen sowohl in einer Inflation als auch in einer Deflation stabil. Geldanlagen immer breit streuen, niemals alles auf eine Karte setzen.
Viele Anleger verzichten auf den Kauf von Einzelaktien, was auch empfehlenswert ist, da das Risiko deutlich höher ist, als bei der Anlage in Investmentfonds. Aufgrund der teilweise starken Kursschwankungen an den Weltbörsen sollte man nur Geld investieren, das man mindestens fünf Jahre nicht benötigt. Bei der Investition in Fonds oder ETF´s muss unbedingt darauf geachtet werden, ob der Fondsmanager auch wirklich in Aktien investiert oder in Derivate. Viele Fondsmanager kaufen nämlich Zertifikate und Optionsscheine, die im Fall einer Insolvenz des Emittenten wertlos verfallen.
Für den Sachversicherungsbereich eignet sich nach wie vor ein Versicherungsmakler, Ihre Geldanlagen sollten Sie jedoch unbedingt in Ihr eigenen Hände nehmen. Ein Mix aus Bargeld auf einem Tagesgeldkonto, einem Investmentdepot mit Aktien- und Rohstofffonds, Immobilien und physische Edelmetalle, die zu Hause im Tresor oder im Bankschließfach eingelagert werden, bildet eine solide Geldanlage.